{"id":136,"date":"2014-06-02T16:02:52","date_gmt":"2014-06-02T16:02:52","guid":{"rendered":"http:\/\/wp.perlduekkers-seefahrt.de\/?page_id=136"},"modified":"2018-06-02T08:54:33","modified_gmt":"2018-06-02T08:54:33","slug":"ms-schauenburg-stueckgutfrachter-westafrika","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/perlduekkers-seefahrt.de\/?page_id=136","title":{"rendered":"MS SCHAUENBURG St\u00fcckgutfrachter Westafrika"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">An Bord der nagelneuen &#8222;Schauenburg&#8220;(Ende August 1973)ging ich in Polen, es war das erste deutsche Schiff, dass in Stettin nach dem Krieg vom Stapel lief.Die fast komplette Crew war in Hamburg in den Bus gestiegen und wurde durch die damalige DDR gekarrt, nach Stettin.\u00a0Als wir zur\u00fcck nach Hamburg kamen gingen wir an die \u00dcberseebr\u00fccke, mit richtig dick Brimborium. Mir war die Feier egal, ich hab noch mal die Chance ergriffen und fuhr \u00fcbers Wochenende nach Hause.\u00a0Wir wurden dann in Hamburg komplett ausger\u00fcstet, verproviantiert und den ganzen anderen Zinnober. Die Schiffsleitung teilte uns dann mit wir gehen f\u00fcr die Franzosen in Charter, (DELMAS), Fahrtgebiet Westk\u00fcste Afrika.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So machten wir eine gem\u00fctliche K\u00fcstenreise f\u00fcr die Franzosen, luden in den \u00fcblichen europ\u00e4ischen H\u00e4fen und nachdem wir den letzten Ladehafen verlassen hatten freuten wir uns schon auf Abidjan, ABC-Bar. Das hat doch was. Sch\u00f6ne M\u00e4dels und alle wissen was Sache ist.\u00a0Leider bekamen wir in der Biscaya, schon fast Ausgangs Biscaya, f\u00fcrchterlich einen auf den Sack. Alles w\u00e4re nicht so schlimm gewesen, h\u00e4tte unsere &#8222;NEUE&#8220; Hauptmaschine nicht zu diesem Zeitpunkt einen Streik eingel\u00e4utet, sie fiel einfach aus.\u00a0Der Garantie Ing. wusste zuerst nicht woran es lag und es dauerte bis er den Fehler fand.\u00a0Solange der Mann am Ruder den Dampfer noch mit dem Kopf auf die See halten konnte war alles geritzt. Nach einer gewissen Zeit, wenn der Dampfer keine Fahrt mehr durchs Wasser macht, dann dreht er sich quer in die See und das wars.\u00a0Es war genau Mittagszeit, ich wei\u00df das noch genau so als w\u00e4re es heute, der Dampfer hatte sich aufgeschaukelt und holte zu jeder Seite mit fast 30 Grad \u00fcber. Auf Luke drei brachen die Spannschrauben der Container und die Fittings gaben ihren Geist auf. An der Steuerbord Seite, an Deck, hatten wir LKW-Chassis geladen, die waren das erste Ziel der wandernden Container, immer wenn unser Schiff nach Steuerbord \u00fcberholte krachten die Blechkisten auf die LKW und dann rutschten sie wieder nach Backbord.\u00a0So ging das zirka zehn Minuten, mittlerweile hatte ein Container schon volle Brosche einen Baumst\u00fctzen den Garaus gemacht und der 15 To. Schwingbaum haute wie wild durch die Gegend. Die LKW hatten schon nicht mehr so richtige Fahrerh\u00e4user, als ein sehr starker Brecher unseren Dampfer hart auf die Backbord Seite legte und dabei gingen alle auf der Luke rumschliddernden Container \u00fcber Bord.\u00a0In diesem Augenblick sp\u00fcrten wir alle dieses bekannte vibrieren, die Maschine lief wieder. Der Scheich war sofort am Ball &#8222;Alle Mann an Deck und den Spargel einfangen und sichern.&#8220;\u00a0Den Spargel hatten wir schnell eingefangen (Automatik Geschirr) ohne gr\u00f6\u00dfere Probleme, beide Geien hieven im dritten Kontakt und ab in die Baumnock, mit der Schelle sichern. Etwas wackelig, aber ging schon klar.\u00a0Danach, als alles wieder seefest und wir wieder mit Voll Voraus auf Kurs waren, tranken wir erst Mal \u00b4ne Buddl Bier und fragten ganz nebenbei den franz\u00f6sischen Supercargo:\u00a0&#8222;Was war denn \u00fcberhaupt in den Containern? Die waren wohl ziemlich schwer, schwammen h\u00f6chstens eine Minute.&#8220;\u00a0Seine lakonische Antwort: &#8222;Da war nur Whiskey drin, aber egal.&#8220;\u00a0Verdammter Mist, welch eine Vergeudung!<\/p>\n<p><strong>Fortzetzung folgt demn\u00e4chst.\u00a0<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><a title=\"Alte Geschichten\" href=\"https:\/\/perlduekkers-seefahrt.de\/?page_id=16\">zur\u00fcck zur \u00dcbersicht<\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>An Bord der nagelneuen &#8222;Schauenburg&#8220;(Ende August 1973)ging ich in Polen, es war das erste deutsche Schiff, dass in Stettin nach dem Krieg vom Stapel lief.Die fast komplette Crew war in Hamburg in den Bus gestiegen und wurde durch die damalige DDR gekarrt, nach Stettin.\u00a0Als wir zur\u00fcck nach Hamburg kamen gingen wir an die \u00dcberseebr\u00fccke, mit [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":16,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/perlduekkers-seefahrt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/136"}],"collection":[{"href":"https:\/\/perlduekkers-seefahrt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/perlduekkers-seefahrt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/perlduekkers-seefahrt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/perlduekkers-seefahrt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=136"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/perlduekkers-seefahrt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/136\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":35601,"href":"https:\/\/perlduekkers-seefahrt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/136\/revisions\/35601"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/perlduekkers-seefahrt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/16"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/perlduekkers-seefahrt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=136"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}